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August 2016
Hamburger Abendblatt
13. August 2016

Bauarbeiten im Wedeler Businesspark beginnen
Erster Spatenstich für die Erschließungsstraße. Der Entwickler des Projekts Elbcube5 hat einen ersten Mieter gefunden.

Elbecube5

Wedel | Nachdem auf dem Gelände des künftigen Businessparks Elbufer in Wedel bislang die Vergangenheitsbewältigung im Vordergrund gestanden hat, öl- und chemikalienverseuchter Boden aus alten Raffineriezeiten abgetragen und neuer aufgeschüttet worden ist, wird ab sofort in Richtung Zukunft gebaut. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich hat am Freitagvormittag der Bau der Erschließungsstraße begonnen. Der Fahrbahnring wird sich wie ein großes „U“ vom Tinsdaler Weg durch das etwa 185.000 Quadratmeter große künftige Gewerbegebiet ziehen. Im Untergrund: Ver- und Entsorgungsrohre sowie Leitungen für Telefon und schnelles Internet. Projektleiter Jörg Amelung beziffert die Erschließungskosten mit knapp sieben Millionen Euro.
Wedels Bürgermeister Niels Schmidt zeigt sich erfreut, dass die zurückliegende Sanierung im Zeitplan abgeschlossen worden ist und freut sich auf den weiteren Fortgang. Der erste Investor steht schon in den Startlöchern: Der Architekt Armin Liefländer entwickelt mit seiner Umbauter-Raum-Planungsgruppe das Projekt Elbcube5, einen Bürohauskomplex im südwestlichen Bereich des Geländes. Der Name sagt eigentlich schon alles aus über das Vorhaben. Es geht um fünf würfelhafte Gebäude am Ufer des Flusses. Das höchste von ihnen wird sieben Stockwerke hoch sein, es soll das Erste sein, das gebaut wird. "Ins Erdgeschoss wird Gastronomie mit einem angeschlossenen Cateringservice einziehen“, sagt Liefländer und spricht von konkreten Mietvertrags-verhandlungen. Auch er werde mit seiner Firma einziehen.
Noch allerdings ist nicht mal der Kaufvertrag für das Grundstück mit der Stadt Wedel unterzeichnet, das bestätigen sowohl Amelung als auch Liefländer. Beide erwecken allerdings den Eindruck, dass die Unterschriften bald wirklich gesetzt werden. Zumal Liefländers Planungsgruppe aufs Tempo drückt. „Wir arbeiten zurzeit am Bauantrag", sagt der Planer, der im Dezember den Grundstein für den ersten Elb-Würfel zu setzen hofft. Seine Zeitplanung sieht idealerweise vor, dass der fünfte und letzte Cube in drei Jahren steht.
Voraussetzung für den Baubeginn ist die neue Straße. Die Arbeiter werden am westlichen der beiden Abzweige vom Tinsdaler Weg beginnen, also genau gegenüber der Industriestraße, und sich dann in Richtung Elbe vorarbeiten. "Bis zum Winter soll die westliche Hälfte fertig sein", sagt Projektleiter Jörg Amelung. Die zweite werde im kommenden Jahr folgen. Amelung: „Falls der Winter mild wird, kann die Baufirma vielleicht auch durchgehend bauen.“
Fertig sein soll die neue Straße – der „Elbring“ – in ziemlich genau einem Jahr, sagt Oberbauleiter Oliver Busch von Groth & Co. Die Pinneberger Firma hatte die europaweite Ausschreibung der Stadt Wedel für sich entschieden. Busch: „In Spitzenzeiten werden wir mit bis zu 30 Leuten auf dieser Baustelle arbeiten.“
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Juni 2016
Wedel-Schulauer Tageblatt
4 Juni 2016
Investor in Wedel: Initialprojekt für den Businesspark?
Investor will auf 10.000 Quadratmetern in bester Elblage fünf Glaswürfel bauen.Stadt geht in konkrete Verkaufsverhandlungen.

Elbcube

Wedel | Erlebt Wedel im Südwesten direkt an der Elbe die Initialzündung für die Besiedlung des 18 Hektar großen neuen Businessparks? Dienstagabend hat Architekt Armin Liefländer Pläne für ein 10.000-Quadratmeter-Areal vorgestellt, auf dem ein Investor fünf Glaswürfel zwecks lukrativer Vermietung erreichten möchte. Ein Projekt, das wohlwollend von der Politik zur Kenntnis genommen wurde. Für Wedel bedeutet dies: Sie geht an konkretes „Feintuning“, so Stadtplaner Karl-Heinz Grass, und in Verkaufsverhandlungen mit dem Projektplaner.
Vier bis siebenstöckige Würfel, laut Liefländer eine Hommage an die Apple-Design-Produktlinie, riesige Glasflächen mit farbigen Sonnenabschattungen, variable Grundrisse, die den Nutzer-Ansprüchen angepasst werden: Der Investor – nach Informationen dieser Zeitung ist es ein Wedeler Unternehmer – möchte ein Vorzeige-Projekt in bester Lage realisieren. So viel machte sein Architekt deutlich. Auch in der Hoffnung, „dass es bei Fertigstellung dort nebenan kein Kraftwerk mehr gibt“.
Die Würfel mit 20 mal 20 Metern Grundfläche bilden ein gleichschenkliges „L“. Geparkt wird im rückwärtigen Bereich, wobei Liefländer erklärte: An dieser Stelle ließen sich jederzeit auch eine Parkpalette oder aber auf Teilen Produktionsflächen realisieren. Ziel sei, die Gebäude „so teuer wie möglich zu vermieten“. Ein konkreter Nutzer sei bereits im Boot, ein Gebäude im Entwurf entsprechend angepasst. Wer das ist oder welche Branchen möglicherweise in den Glas-Komplexen unterkommen, ließ Liefländer offen.
Auf Nachfrage erklärte er, es sei die Absicht des Investors, möglichst viel Baumasse in einem Guss zu realisieren. Es müsse vertraglich festgelegt werden, dass die Gebäude zu einer bestimmten Zeit fertig gestellt werden, forderte Manfred Eichhorn (SPD).
„Wenn das erstmal steht, kommen auch andere“
Eichhorn begrüßte es, dass es bereits konkrete Bauprojekte für den Businesspark gibt – „und dann auch noch von einem Wedeler“. Zudem spüre man den Willen, einen „Hingucker“ zu schaffen. „Das ist ja ein Highlight, da kann man nicht irgendwas hinbauen“, so der Sozialdemokrat. Es sei sicher, so Eichhorn: „Wenn das erstmal steht, dann kommen auch andere.“
Geht es nach dem Projektplaner, dann könnten die ersten Businesspark-Bauten schnell wachsen. Bauantrag noch in 2015, Baubeginn im Frühjahr 2016, so definierte Liefländer die Zeitschiene. Jörg Amelung, in der Verwaltung Projektverantwortlicher für die Entwicklung des Gewerbegebiets an der Elbe, sieht das als durchaus realistisch an. Der „Elbring“ als Erschließungsstraße für den Businesspark soll nach aktueller Taktung im Frühjahr 2016 begonnen und bis August 2016 fertig sein. Parallel dazu könnte an dem Fünf-Türme-Projekt gebaut werden, so Amelung.
Davor stehen allerdings noch einige Verhandlungsrunden – auch was den Preis für das Grundstück angeht. Dabei müsse unter anderem geklärt werden, dass die Option auf die von Becker Marine Systems vorgestellten Pläne für eine Autofähre zwischen Wedel und Jork angehe (wir berichteten).
Auf die Frage, inwieweit die Lärm-Streitigkeiten zwischen Wedel und Hamburg Bauvorhaben an der Stelle gefährden könnten, reagierte Amelung gelassen. Wie berichtet will die Rolandstadt noch vor der Sommerpause Klage gegen den B-Plan Rissen 11 einreichen, wo Hamburg ein reines Wohngebiet ausweist. Konsequenz wäre eine deutlicher stärkere Einschränkung der Lärmemission durch den Businesspark als Wedel bislang plant und im B-Plan-Entwurf ansetzt. Für den laufe derzeit nach Auslegung die Abwägung, bei der Wedel zahlreiche Einwände aus Hamburg berücksichtige, so Amelung. Er rechnet mit einem Satzungsbeschluss für den B-Plan und damit Baurecht im Oktober 2015.
Oliver Gabriel
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Februar 2016
Hamburger Abendblatt
5. Februar 2016
Businesspark Werbeoffensive für Würfel am Wedeler Hafen
Projekt „Elbcube5“ soll Initialzündung für Businessareal geben.
Allerdings der Stadt sind wichtige Ankermieter abgesprungen.

Elbcube

Wedel | Etwa 17 Meter lang ist das Werbebanner, das sich seit kurzem um den Zaun des Wedeler Businessareals am Tinsdaler Weg spannt. Es ist das sichtbarste Zeichen dafür, dass der einzige konkrete Kaufinteressent für eine 10.000 Quadratmeter große Fläche im neuen Gewerbepark seine Aktivitäten begonnen hat. Noch gehört ihm das Grundstück zwar nicht, aber er hat sich eine Kaufoption auf das Filetstück direkt am Elbufer gesichert. Entwürfe, wie die geplanten fünf Bürokomplexe einmal aussehen sollen, gibt es bereits. Allein die Mieter fehlen.
Diese an Land zu ziehen, ist der neue Job von Christian Simon. Der Hamburger
hat die Vermarktung des Objekts übernommen, das den Projektnamen „Elbcube5“ trägt. Während sich der Investor lieber im Hintergrund hält, sind Simon und der Wedeler Architekt Armin Liefländer Gesicht und Sprachrohr.
Sie sind die Ansprechpartner für das bisher einzige Bauprojekt im fast fertig
sanierten 18 Hektar umfassenden Businessareal an der Grenze zu Hamburg. Von diesem Projekt versprechen sich Bürgermeister Niels Schmidt und viele Politiker eine Initialzündung für das Gewerbegebiet. Auch Liefländer und Simon gehen davon aus, dass der Baubeginn weitere Interessenten nach sich ziehen wird.

Liefländer und Simon
Architekt Armin Liefländer und Makler Christian Simon
Foto: Katy Krause / HA

Derzeit ist nur klar, wen es eben nicht in den neuen Businesspark zieht. Der Wedeler Hersteller von optischen Messgeräten Trioptics baut den neuen Firmensitz lieber am Strandbaddamm. Das Wedeler Unternehmen Markenfilm, das Interesse hatte, ist gen Hamburg abgewandert, und auch „Elbcube5“ verlor den wichtigen Ankermieter. Dabei handelte es sich um das wachsende Pharmaunternehmen Medac aus Wedel. Das ist auf Expansionskurs, baut seit Jahren die Zahl der Mitarbeiter aus und sucht händeringend nach Büroflächen. Die wollte man in einem der geplanten Bürowürfel anmieten. Doch nun wird am zweiten Standort Tornesch erweitert. Laut Liefländer ist die Politik schuld, die ein gespaltenes Verhältnis zum Businesspark habe. Es gebe zwei Lager, viel Kritik und wenig klare Aussagen: „Unternehmer brauchen Planungssicherheit“, sagt Liefländer. Schreckt Investoren nicht auch das Klageverfahren ab, das Wedel und Hamburg aufgrund der Grenzstreitigkeiten und dem von Anwohnern befürchteten Lärm führen? Das ist laut Makler und Architekt nicht das Problem. „Investoren interessieren sich nicht für Klageverfahren, sondern nur für feste Termine“, sagt Liefländer. Den gibt es beim Projekt „Elbcube“ – zumindest in der Theorie. „Wir gehen jetzt in die Vermarktung. Gleichzeitig wird mit der Erschließung begonnen“ , erläutert Simon. Im Herbst plant die Verwaltung, mit dem Elbring fertig zu sein.
„Im April 2017 rechnen wir mit der Fertigstellung.“ Und damit meint Simon nicht die neue Straße durchs Gewerbegebiet, sondern bereits einen oder gleich mehrere der geplanten Bürowürfel. Je nachdem, wer auf die Werbeoffensive anspringt und sich vom Standort Wedel überzeugen lässt. Erste Interessenten gebe es bereits. Gibt es genügend von ihnen, wird mit dem Bau begonnen.

Büro innen
Visualisierungen zum ersten Projekt Businesspark
Foto: Architekt Liefländer / HA

Ziel ist es somit, jetzt unverzüglich Mieter vom Konzept zu begeistern. Das soll vor allem mit folgenden Argumenten gelingen: dem Preis und der Flexibilität, garniert von den schönen Elbaussichten. So bekommen Unternehmer flexibel gestaltbare Büroräume mit Panoramablick zum Preis von zwölf Euro Kaltmiete pro Quadratmeter. Hinzu kommt der im Vergleich zu Hamburg günstigere Gewerbesteuer-Hebesatz sowie vergleichsweise preiswerte Nebenkosten wie eine Stellplatzmiete von 35 Euro pro Parkplatz. Zudem sind die Planungen laut Liefländer flexibel. So können die Gebäudehöhen angepasst und im hinteren Bereich des Grundstücks bei Bedarf kleinere Industrie- und Lagerhallen angesiedelt werden.

Punkten möchte Makler Simon zudem mit weiteren Extras. So ist unter anderem eine Kantine geplant, für die bereits ein Wedeler Caterer als Betreiber bereit steht und von der Mitarbeiter profitieren würden. Zudem ist ein Fitnessstudio und Kinderbetreuung im Haus vorgesehen. Nach Vorbild anderer Unternehmen soll es die Möglichkeit für Mitarbeiter geben, online einzukaufen und die gelieferten Sachen dann aus Schließ- fächern im Eingangsbereich abzuholen. In Absprache mit den Stadtwerken wurde zudem erreicht, dass das Gebiet mit schnellem Internet durch eine Glasfaserver-kabelung versorgt wird. Zudem soll möglichst eine Etage allein für Start-up-Unternehmen vorgesehen werden. Das Investitionsvolumen beziffert Liefländer auf etwa 15 Millionen Euro.
Katy Krause
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Juni 2015
Hamburger Abendblatt
4.Juni 2015
Grünes Licht für Wedels Businesspark
Investor will auf Filetgrundstück an der Elbe fünf Gebäude errichten.
Erster Mieter steht parat. Investition: 15 Millionen Euro.


Wedel | Ein Investitionsvolumen von 15 Millionen Euro sowie ein Interessent, der ein 10.000 Quadratmeter großes Grundstück ins Auge gefasst hat und möglichst sofort loslegen will: Es klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Nach einer eher holprigen Phase, Streit mit Nachbarn und potenziellen Interessenten, die sich für andere Optionen entschieden , schien die „Sahneschnitte“ an der Elbe – wie die Wedeler ihren neuen Gewerbepark bewerben – doch eher ein Ladenhüter zu sein. Das könnte sich nun ändern, hoffen Politiker und Wirtschaftsförderer der Stadt. Die gaben am Dienstagabend im Planungsausschuss grünes Licht für das Startprojekt im Businesspark Elbufer am Tinsdaler Weg.

Wie das aussehen soll, hatte zuvor der Wedeler Architekt und Projektleiter Armin Liefländer den Politikern im Rathaus vorgestellt. Liefländer wurde von einem Investoren, der im Hintergrund bleiben will, mit der Planung beauftragt. Ziel: auf dem besten Grundstück des neuen Gewerbeparks an der Grenze zu Hamburg mehrere Komplexe zu errichten, die an Firmen vermietet werden können. Dabei sollen die Gebäude so errichtet werden, dass die Investition möglichst klein, der Mietertrag am Ende aber groß ist. Möglich machen soll das die Lage und der Elbblick. Denn eine weitere Aufgabe des Investoren an den Architekten war es, mit seinem Entwurf dafür zu sorgen, dass „jeder Arbeitsplatz einen Blick auf das grandiose Panorama bekommt“.

„Hommage an die Apple-Produkte“
Dafür soll die Glasfront sorgen, mit der die geplanten fünf Gebäude ummantelt werden sollen. „Es handelt sich hier nicht um Glaspaläste oder Würfelkästen. Das ist eine Hommage an die Apple-Produkte“, erläuterte Liefländer seine Architekturidee. Die Apple-Würfel hat er in seinem Entwurf in einem Winkel um einen Parkplatz angeordnet. Drei Gebäude würden am Elbufer liegen, zwei versetzt dahinter, dazwischen Stellplätze für Pkw – mit der Option, dort später ein Parkhaus oder eine Produktionshalle zu bauen.
Das Eckgebäude wäre mit sieben Geschossen das größte der fünf Komplexe, würde bis zu 25 Meter in die Höhe ragen sowie einen zusätzlichen Farbakzent durch bunte Scheiben bekommen. Die anderen sollen zwischen vier bis sechs Geschosse umfassen. Pro Etage stehen 400 Quadratmeter zur Verfügung, die flexibel den Bedürfnissen der zukünftigen Mieter angepasst werden können. Insgesamt würden so in Wedel 10.000 Quadratmeter Bürofläche entstehen.
Dass die gebraucht werden, untermauerte Liefländer mit einem Interessenten, der für das Objekt parat stünde. „Der Investor möchte hier eine Ansiedlung vornehmen“, erläuterte Liefländer. „Es handelt sich um ein Wedeler Unternehmen, das aus allen Nähten platzt und großes Interesse hat, hier einzuziehen.“ Um welches Unternehmen es sich handelt, wollte sich der Architekt, der auch die Firmengebäude von Evac Train,
m-u-t AG und Solarnova entwarf, nicht äußern. Klar ist, dass das Unternehmen kurzfristig die Flächen braucht und somit die Zeit drängt. Liefländer hofft auf einen rechtsgültigen Bauplan bis Sommer. Noch in diesem Jahr soll der Kaufvertrag mit der Stadt ausgehandelt, der Bauantrag gestellt werden und 2016 die Bagger rollen.

Fraktionsübergreifendes Lob aus der Politik
Das ist Musik in den Ohren der Kommunalpolitiker, die sich damit ein Startsignal für die Entwicklung des Wedeler Gewerbeparks und damit einen positiven Einfluss auf die angespannte Haushaltslage der Stadt erhoffen. Von den Kommunalpolitikern gab's dementsprechend für die Pläne fraktionsübergreifend Lob. „Wir wollen diesen Businesspark, und wir finden es großartig, dass wir jetzt jemanden haben, der den Anfang macht und dann auch noch ein Wedeler Unternehmen hält“, erklärte beispielsweise Manfred Eichhorn für die SPD. Martin Schumacher, FDP, riet: „Im Verhältnis zum ersten Entwurf ist dieser sehr viel besser. Auf dieser Basis sollten Sie die Pläne weiterentwickeln.“
War anfangs die Rede von einem Grundstück in der Mitte des Businessparks, haben sich Stadt und Investor auf eine einen Hektar große Fläche an der Elbe verständigt. Sie grenzt an das Kraftwerksareal an, das in den Entwürfen von Liefländer keines mehr ist. Auf Nachfrage versicherte er, dass die Entwicklungen auf dem Areal, auf dem Vattenfall den Bau eines neuen Gaskraftwerkes plant, keinen Einfluss auf das Bauprojekt habe.
Auf der anderen Seite in Richtung Osten gebe es zwar auch noch Platz, allerdings mit den Nachbarn in Hamburg einige Probleme. Der in Rissen beschlossene Bebauungsplan wirkt sich auf die Wedeler Gewerbeflächen aus, vor allem in Sachen Lärmgrenzen. Wedel strebt, nachdem Verhandlungen scheiterten, eine Klage an.
Katy Krause
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Juni 2015
Wedel-Schulauer Tageblatt
4. Juni 2015

Initialprojekt für den Businesspark?
Investor will auf 10.000 Quadratmetern in bester Elblage fünf Glaswürfel bauen. Stadt geht in konkrete Verkaufsverhandlungen.


Fünf Glastürme an der Elbe sollen die ersten Baukörper in Wedels neuem Gewerbegebiet werden.
Grafik: Liefländer


Wedel | Erlebt Wedel im Südwesten direkt an der Elbe die Initialzündung für die Besiedlung des 18 Hektar großen neuen Businessparks? Dienstagabend hat Architekt Armin Liefländer Pläne für ein 10.000-Quadratmeter-Areal vorgestellt, auf dem ein Investor fünf Glaswürfel zwecks lukrativer Vermietung erreichten möchte. Ein Projekt, das wohlwollend von der Politik zur Kenntnis genommen wurde. Für Wedel bedeutet dies: Sie geht an konkretes „Feintuning“, so Stadtplaner Karl-Heinz Grass, und in Verkaufsverhandlungen mit dem Projektplaner.
Vier bis siebenstöckige Würfel, laut Liefländer eine Hommage an die Apple-Design-Produktlinie, riesige Glasflächen mit farbigen Sonnenabschattungen, variable Grundrisse, die den Nutzer-Ansprüchen angepasst werden: Der Investor – nach Informationen dieser Zeitung ist es ein Wedeler Unternehmer – möchte ein Vorzeige-Projekt in bester Lage realisieren. So viel machte sein Architekt deutlich. Auch in der Hoffnung, „dass es bei Fertigstellung dort nebenan kein Kraftwerk mehr gibt“.
Die Würfel mit 20 mal 20 Metern Grundfläche bilden ein gleichschenkliges „L“. Geparkt wird im rückwärtigen Bereich, wobei Liefländer erklärte: An dieser Stelle ließen sich jederzeit auch eine Parkpalette oder aber auf Teilen Produktionsflächen realisieren. Ziel sei, die Gebäude „so teuer wie möglich zu vermieten“. Ein konkreter Nutzer sei bereits im Boot, ein Gebäude im Entwurf entsprechend angepasst. Wer das ist oder welche Branchen möglicherweise in den Glas-Komplexen unterkommen, ließ Liefländer offen.
Auf Nachfrage erklärte er, es sei die Absicht des Investors, möglichst viel Baumasse in einem Guss zu realisieren. Es müsse vertraglich festgelegt werden, dass die Gebäude zu einer bestimmten Zeit fertig gestellt werden, forderte Manfred Eichhorn (SPD).

„Wenn das erstmal steht, kommen auch andere“
Eichhorn begrüßte es, dass es bereits konkrete Bauprojekte für den Businesspark gibt – „und dann auch noch von einem Wedeler“. Zudem spüre man den Willen, einen „Hingucker“ zu schaffen. „Das ist ja ein Highlight, da kann man nicht irgendwas hinbauen“, so der Sozialdemokrat. Es sei sicher, so Eichhorn: „Wenn das erstmal steht, dann kommen auch andere.“
Geht es nach dem Projektplaner, dann könnten die ersten Businesspark-Bauten schnell wachsen. Bauantrag noch in 2015, Baubeginn im Frühjahr 2016, so definierte Liefländer die Zeitschiene. Jörg Amelung, in der Verwaltung Projektverantwortlicher für die Entwicklung des Gewerbegebiets an der Elbe, sieht das als durchaus realistisch an. Der „Elbring“ als Erschließungsstraße für den Businesspark soll nach aktueller Taktung im Frühjahr 2016 begonnen und bis August 2016 fertig sein. Parallel dazu könnte an dem Fünf-Türme-Projekt gebaut werden, so Amelung.
Davor stehen allerdings noch einige Verhandlungsrunden – auch was den Preis für das Grundstück angeht. Dabei müsse unter anderem geklärt werden, dass die Option auf die von Becker Marine Systems vorgestellten Pläne für eine Autofähre zwischen Wedel und Jork angehe (wir berichteten).
Auf die Frage, inwieweit die Lärm-Streitigkeiten zwischen Wedel und Hamburg Bauvorhaben an der Stelle gefährden könnten, reagierte Amelung gelassen. Wie berichtet will die Rolandstadt noch vor der Sommerpause Klage gegen den B-Plan Rissen 11 einreichen, wo Hamburg ein reines Wohngebiet ausweist. Konsequenz wäre eine deutlicher stärkere Einschränkung der Lärmemission durch den Businesspark als Wedel bislang plant und im B-Plan-Entwurf ansetzt. Für den laufe derzeit nach Auslegung die Abwägung, bei der Wedel zahlreiche Einwände aus Hamburg berücksichtige, so Amelung. Er rechnet mit einem Satzungsbeschluss für den B-Plan und damit Baurecht im Oktober 2015.
Oliver Gabriel
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September 2014
Schulauer Tageblatt

27. September 2014

Wedeler Finanzier legt Pläne für vier Gebäudekomplexe auf einem 8000-Quadratmeter-Areal in bester Elblage vor.

Vier gläserne Würfel sollen in der ersten Reihe des Businessparks entstehen.
Grafik: Liefländer

Wedel | Die Zeichnungen sind gemacht, die Konzeption steht – jetzt muss nur noch der Bebauungsplan rechtskräftig werden, dann könnten die ersten Gebäude-Komplexe im Businesspark Elbufer entstehen. Ein Wedeler Investor will 8000 Quadratmeter an der Elbe-Seite erwerben, um dort vier Baukörper errichten zu lassen. In einer ersten Vorstellung stießen die Pläne bei Verwaltung und Politik auf ein positives Echo.

Architekt Armin Liefländer vom Büro „umbauter raum“ wurde mit der Realisierung des 13-Millionen-Euro-Projekts betraut. Vier würfelförmige Baukörper sollen entlang des Hochufers emporragen. Die sechs Etagen hohen, 20 mal 20 mal 20 Meter messenden Bauten werden in einem zentralen Mittelschacht Funktionsräume wie Treppenhaus, Toiletten, Aufzug und Versorgungseinrichtungen beherbergen. „Nur er ist als gesicherter notwendiger Rettungsweg massiv und undurchsichtig. An den Schächten hängen jeweils die Fußböden – sämtliche Seitenwände sind komplett aus Glas geplant“, verriet Architekt Liefländer „Die Gebäude werden also zu großen Teilen durchsichtig, so dass auch dahinter liegenden Immobilien möglichst wenig Sicht aufs Wasser genommen wird.“

Besonderes Augenmerk legt der Baumeister auf den Sonnenschutz: Einerseits soll man herausblicken können, andererseits soll die Sonne die Räume nicht zu sehr erwärmen. Mit einer „komplexen und innovativen Lösung als zusätzliches und besonderes architektonisches Highlight“ will Liefländer überraschen – mehr aber zurzeit noch nicht verraten.

Wegen der vielen Glasflächen werden die Baukörper optisch wie riesige Kristalle wirken. Jeder einzelne besitzt eine Nutzfläche von rund 2500 Quadratmetern. Die Flächen können flexibel eingeteilt werden, so dass Vermietungen ab Einheiten von 150 Quadratmetern möglich wären bis zu einer kompletten Etage. Gute Nachricht: Ein Unternehmen hat bereits Interesse angemeldet, einen kompletten Turm zu mieten.

Die Gebäude sollen mit modernster Technik ausgerüstet werden: Photovoltaik wird Strom produzieren, die Heizung wird auf Basis eines Systems von Wärmetauschern erfolgen, die dem Elbe-Wasser die benötigte Energie entzieht. Ergänzt werden die „Kristalle“ durch Park-Häuser im rückwärtigen Bereich. Übrigens sollen in den Neubauten nicht nur Büros untergebracht werden. Liefländer sieht ebenso Dienstleister hoch über der Elbe gut auf-gehoben: „Für Restaurants oder ein Fitness-Studio wären hier beste Plätze.“

Auf 180.000 Quadratmetern soll direkt an der Elbe  ein Gewerbepark als Technologie- und Dienstleistungsstandort entstehen. Dafür saniert Wedel eine ehemalige Raffineriefläche, die die Stadt von ExxonMobil übernommen hat. Die Vermarktung der Flächen hat bereits begonnen. Ziel ist es, 2015 mit der Ansiedelung der ersten Betriebe zu beginnen. Aktuell arbeitet die Stadt den B-Plan aus.
Jörg Frenzel
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September 2014
Wedel.de
22. September 2014

Vier Kristall-Würfel für den BusinessPark Elbufer
Erster Investor an 8000 Quadratmetern interessiert – Nutzungskonzept steht


Die Würfel im Entwurf - hinter den vier Gebäudekomplexen sind Parkmöglichkeiten geplant.
Grafik: Liefländer

Bürgermeister Niels Schmidt, die komplette Ratsversammlung, viele Unternehmer und Handwerker in Wedel – sie alle erwarten sehnsüchtig den Bebauungsplan für den BusinessPark Elbufer. In diese Linie reiht sich auch Armin Liefländer ein. Denn der Architekt möchte endlich loslegen mit einem Bauprojekt, das Maßstäbe setzt: Es wäre das erste in diesem ganz besonderen Gewerbegebiet, es wäre eines der auffälligsten, weil es in erster Reihe zur Elbe platziert werden soll und es wäre von der Architektur her herausragend. Vier komplett verglaste Baukörper würden wie Kristalle über der Elbe funkeln.

Auf 8000 Quadratmetern der insgesamt rund 180.000 Quadratmeter großen Gewerbeparkflächen plant Architekt Liefländer die Immobilie für einen Investoren, der sich hanseatisch im Hintergrund hält: „Sobald der Bebauungsplan steht, kann der Kaufvertrag unterschrieben werden – die Pläne stehen.“

Vier gleiche Baukörper sollen in einer offenen, parkartigen Anlage nebeneinander entstehen, jeder sechs Geschosse hoch, in einem Format von 20 mal 20 mal 20 Metern . Sie sind so konzeptioniert, dass Funktionsräume wie, Treppenhaus, WCs, Aufzug und Versorgungseinrichtungen in einem zentralen Mittelschacht platziert werden. Nur er ist als gesicherter notwendiger Rettungsweg massiv und undurchsichtig. An den Schächten hängen jeweils die Fußböden – sämtliche Seitenwände sind komplett aus Glas geplant. Besonderes Augenmerk wird auf den Sonnenschutz zu legen sein, will man doch herausschauen können, während die sommerliche Wärme Draußen bleibt und die Sonne nicht blendet.Hier wird eine komplexe und innovative Lösung zu einem zusätzlichen und besonderen architektonischen Highlight. „Die Gebäude werden also zu großen Teilen durchsichtig, so dass auch dahinter liegenden Immobilien möglichst wenig Sicht aufs Wasser genommen wird“, erläuterte Armin Liefländer.

Die Formen sind eine Referenz an einen großen Erfolg auf einem ganz anderen Gebiet: Das Haus mit seinen weichen, abgerundeten Kanten an einer rechteckigen Grundform sieht im Prinzip so aus, als ob man vier gigantische I-Pads zu einem Würfel zusammensetzte. Jeder dieser „Kristalle“ hätte eine Nutzfläche von rund 2500 Quadratmetern. Die Flächen können flexibel eingeteilt werden, dass Vermietungen ab Einheiten von 150 Quadratmetern möglich wären bis zu einer kompletten Etage – oder mehr! Armin Liefländer verriet: „Es gibt bereits Interesse an einem kompletten Turm. Wir brauchen deshalb dringend Baurecht!“

Als weitere Nutzungen kann sich der Architekt nicht nur Büros vorstellen, sondern auch Gastronomie und Service für diesen neuen kleinen Stadtteil Wedels. „Für Restaurants oder auch ein Fitness-Studio wären hier beste Plätze.   

Das Investitionsvolumen für alle vier „Kristalle“ beträgt rund 13 Millionen Euro. Im Preis inbegriffen sind auch Park-Häuser auf dem rückwärtigen Teil des Grundstückes Weitere Besonderheit: Die Gebäude sollen energieautark betrieben werden. Eine Photovoltaik-Anlage trägt zur Stromversorgung bei, ein System von Wärmetauschern soll dem Elbe-Wasser Energien entziehen – im Winter zur Heizung, im Sommer zur Kühlung.

Wer Interesse an diesem Projekt hat, ist eingeladen, mit dem Architekten unter a.lieflaender@umbauter-raum.com Kontakt aufzunehmen oder wende sich an den Rechtsanwalt Thomas Thiecke unter AThiecke@anwaltshaus.eu
(Jörg Frenzel /kommunikateam, 22.9.2016)
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August 2011
Wedel-Schulauer-Tageblatt
17. August 2011

Alternative für das Gymnasium
Architekt stellt Entwurf im Bauausschuss vor. Politiker sollen über Baubeschluss abstimmen. Bunker mit einbeziehen.
Armin Liefländer wird seinen Entwurf für das Gymnasium vorstellen.




WEDEL. Der Umbau des Johann-Rist-Gymnasiums und die damit verbundenen Kostenschätzungen haben für Unmut unter den zuständigen Politikern im Bauausschuss gesorgt. Sie sollen am Donnerstag über von der Verwaltung vorgeschlagene Spar-Varianten entscheiden (wir berichteten). Doch zuvor steht eine völlig andere Idee auf der Tagesordnung der Sitzung: Der Architekt Armin Liefländer wurde eingeladen, um seinen Alternativ-Entwurf für den Umbau der Schule öffentlich vorzustellen.
Keine genaue Kostenschätzung
Liefländer folgt der Einladung gern – obwohl er im vergangenen Jahr mit seiner Idee scheiterte. Seine Planungen bezogen das unterirdische Hilfskrankenhaus mit ein, das sich unter dem Schulgelände befindet. Dies sei nicht möglich, habe es damals geheißen, so der Architekt. Doch auch der zwischenzeitlich von einem anderen Büro vorgelegte Entwurf bezieht diesen Bunker aus der Zeit des Kalten Krieges teilweise mit ein. „Damit war dieses Argument hinfällig“, so Liefländer. Er freue sich über die zweite Chance und will seine Entwürfe am Donnerstag vorstellen und erläutern. Doch einen wichtigen Punkt wird er nicht beantworten können: Die Frage der genauen Kosten.
Eine genaue Schätzung könne er bislang nicht abgeben – dazu bedürfe es einem offiziellen Planungsauftrag. Denn sein Konzept hat er bislang aus freien Stücken erarbeitet – aus Interesse. Erfolgreich tätig geworden ist Liefländer bereits in Sachen Wedeler Schulbau: Er hat den Ganztagesbereich der Albert-Schweitzer-Schule entworfen. Dieser ist am Ende zwar auch teurer geworden als ursprünglich vorgesehen, doch vom Bau her ist die Anlage durchweg positiv angenommen worden.
Vorhandene Substanz ausnutzen
Dennoch ist sich Liefländer sicher, dass er „das Hilfskrankenhaus einer Nutzung zuführen wird in einer Weise, die einen Haufen Geld spart.“ Denn der bislang diskutierte Entwurf würde dieses nur zu einem Teil einbinden. Liefländer will jedoch die vorhandene Substanz komplett ausnutzen: „Der Rohbau ist quasi schon da“, sagt er und ist sich sicher, dass somit einige Kosten gespart werden könnten.
Ob Liefländer jedoch noch Chancen auf eine Umsetzung seiner Pläne hat, ist fraglich. Immerhin umfasst die Tagesordnung auch die Beschlussvorlage für den Umbau. Darin werden als Varianten die ursprüngliche Planung sowie eine Version mit einem ein- statt mehrgeschossigen Bau vorgeschlagen, die immerhin eine Ersparnis von 400 000 Euro bringen soll. Von einer völligen Neuplanung, die für Liefländers Konzept angeschoben werden müsste, rät die Verwaltung in der Vorlage ab.
Dies würde allein zusätzliche 200 000 Euro an Planungskosten bedeuten, zudem sei fraglich, ob "überhaupt ein die Anforderungen erfüllender und in das Schulkonzept passender Entwurf zu günstigeren Kosten realisierbar wäre."
Uta Paulus
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April 2011
Wedel-Schulauer Tageblatt
14. April 2011
Sonnenstrom: Wedel wird aufgerüstet
WEDEL. Ein privater Investor aus der Rolandstadt bringt Solaranlagen auf Wedels Dächer, und das im ganz großen Stil: Fast 5000 Quadratmeter Dach-fläche werden laut Projekt-Koordinator Armin Liefländer mit so genannten Panels versehen. Energieleistung insgesamt: rund 450 Kilowatt-Peak (kWp). Der größte Teil wird auf öffentlichen Gebäuden installiert, aber auch Privat-häuser bekommen in diesem Zuge Solarstrom-Anlagen. Gesamt-investitionsvolumen: 1,3 Millionen Euro.
Wer hinter der Solarstromoffensive steckt? Es ist ein Privatmensch, der nicht genannt werden möchte, so Liefländer. Sehr wohl kann er jedoch die Stadt-Immobilien aufzählen, die aufgerüstet werden: Es sind die Sporthallen in der Rudolf-Breitscheid-Straße sowie der Regionalschule und der Pestalozzischule, ferner Flächen an der Moorweg-, der Altstadt- und der Albert-Schweitzer-Schule, am JRG sowie der Volkshochschule und Musikschule. Über 20 Jahre laufen die Verträge. Mieteinnahmen für die Stadt: rund 100 000 Euro per anno.
Laut Liefländer sind die Panele schon produziert: Sie kommen von der Wedeler Firma solarnova. Und: erste Anlagen werden bereits installiert. Denn die Zeit drängt: Bis Juni muss der Strom fließen, damit der alte Vergütungssatz für den Solarstrom greift. Danach gibt’s weniger Geld. Eingespeist wird in das Netz der Wedeler Stadtwerke.
Solarenergie-Produktion nahezu verdoppelt
Ist das Projekt abgeschlossen, hat sich die Solar-Energie-Produktion in Wedel mal eben verdoppelt und liegt damit knapp unter der magischen Megawatt-Grenze. Bürgermeister Schmidt sieht das Investoren-Engagement nicht nur deshalb positiv, weil durch die Mieteinnahmen die Gebäudeunterhaltungskosten gemindert werden können: So etwas steht Wedel gut an, da es durch AEG eine Tradition in Sachen Solarenergie gibt und mit solarnova hier auch eine erfolgreiche Ausgründung stattgefunden hat.“ Schmidt begrüßte es zudem, dass die Panele aus der Stadt stammen
von Oliver Gabriel
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Hamburger Abendblatt
1. April 2011

Wedels Solar-Offensive
Investor baut Fotovoltaik-Anlagen auf öffentliche Gebäude.
Stadt kassiert jährlich 10 000 Euro Miete.


Handwerker werden in Wedel bis zum Juni viele Solaranlagen auf öffentlichen Gebäuden installieren. Foto: picture alliance / abaca/Abaca

Mister X“ sorgt in Wedel für viel sonnige Energie und ein Strahlen im Gesicht von Bürgermeister Niels Schmidt. Ein Investor, der ungenannt bleiben möchte, hat mit der Stadt vereinbart, sämtliche öffentlichen Gebäude nutzen zu dürfen, um auf ihnen Fotovoltaik-Anlagen zu errichten. Insgesamt sind Solaranlagen mit einer Leistungsfähigkeit von 450 Kilowatt/Peak vorgesehen. Das Investitions-volumen beträgt etwa 1,4 Millionen Euro. Knapp 10 000 Euro kassiert die Stadt jährlich als Miete für ihre Flächen.
Der Architekt Armin Liefländer von der Planungsgruppe Umbauter Raum, wickelt das Projekt für den großen Unbekannten ab. Seit anderthalb Jahren prüft er Standorte, und insbesondere die Statik, rechnet gemeinsam mit einem Fachbüro die Wirtschaftlichkeit der Anlagen durch, verhandelt mit der Verwaltung, Herstellern und Handwerkern und, und, und. „In diesen Tagen beginnen wir mit der Montage. Bis Juni müssen wir fertig sein, weil dann erneut die Einspeisevergütung abgesenkt wird“, sagte Liefländer.
Einige Standorte fielen wegen Vandalismus-Gefahr unter den Tisch
So werden dann auf dem Gebäude der Volkshochschule und der Musikschule in der ABC-Straße 120 Solar-Module montiert, auf der Turnhalle der Pestalozzi-schule 55 und dem Hauptgebäude 110, der Neubau der Altstadtschule erhält 60 der blauen Kristall-Kisten, die Moorwegschule zunächst 20, die Feuerwache 92, das Johann-Rist-Gymnasium 256, die Sporthalle an der Rudolf-Breitscheid-Straße 372, die Regionalschule 428 und die Albert-Schweitzer-Schule rund 200 Stück. „Einige öffentliche Standorte wie die Sporthalle des Gymnasiums oder öffentliche Toiletten fielen wegen Vandalismusgefahr aus“, sagt Armin Liefländer.
Der Architekt setzt dabei auf Technik, die in der Rolandstadt produziert wird. Das Wedeler Unternehmen solarnova, das einst aus der richtungsweisenden AEG-Solarzellenfertigung hervorging, die in den 70er- und 80er-Jahren insbesondere für die Raumfahrt arbeitete, freut sich über den Nachfrageschub. Nach Angaben von Stephan Bakan, dem Vorsitzenden des Klimaschutzfonds, bedeuten die neuen Anlagen in etwa eine Verdoppelung der bestehenden Wedeler Solar-Erzeugungskapazitäten.
Wie ein Uhrwerk spielen Modul-Produzenten, Projektbetreuer und die Stadtwerke zusammen, die zurzeit die Übergabepunkte herrichten, damit der erzeugte Strom in ihr Netz eingespeist werden kann. Der kommunale Energie-versorger muss zwar zunächst kräftig in die Kasse greifen, um die Einspeise-vergütung von rund 30 Cent pro Kilowattstunde zu begleichen, doch dieses Geld erhält das Unternehmen im Umlageverfahren wieder zurück – letztlich zahlen es alle Verbraucher, ob Kunden bei den Stadtwerken oder anderen, ob in Gemeinden mit vielen Solaranlagen oder komplett ohne.
Bürgermeister Niels Schmidt ist von dem Investment begeistert. „Die knapp 10.000 Euro Miete sind im Bezug zum Gesamtetat zwar gering, doch wir wollen mit dem Projekt auch kein Geld verdienen, sondern nur anfallende Unterhaltun-gen an den Dächern mitfinanzieren.“, sagt Schmidt. „Bisher haben wir für die Dachnutzung ja gar nichts bekommen.“
Vor dem Hintergrund der aktuellen Probleme in Japan freut sich Schmidt, dass in Wedel viel getan wird, um Strom auf regenerative Art zu erzeugen und so ein ganz kleines bisschen zum Ersatz von Kernkraftwerken beigetragen wird. „Außerdem stärkt es die Solar-Wirtschaft vor Ort. Was Husum in puncto Windstrom ist, möchten wir in Wedel am liebsten bei der Fotovoltaik werden."
Entwickelt hat sich das Projekt im Laufe der Diskussion um die Bürgersolar-anlage, die auf dem Dach der Steinberghalle aufgebaut wurde. Im Genehmigungsprozess wurde die Entscheidung getroffen, sämtliche städtischen Gebäude zur Nutzung für diese Zwecke freizugeben.
„Geheimnisvoller Mister X“ kann sich über satte Renditen freuen
„Als Stadt solche Anlagen zu errichten, wäre unsinnig, weil der Aufwand und die Verwaltung zu groß wären“, sagt Bürgermeister Niels Schmidt. Da griff der clevere „Mister X“ zu und kann sich in den kommenden 20 Jahren über satte Renditen freuen. Über ihre Höhe allerdings schweigt sich Projektmanager Liefländer ebenso aus wie über den Klarnamen.
Jörg Frenzel
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März 2011
Wedel.de
31. März 2011
Neue Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Dächern
[Stadt Wedel] Investor nutzt kommunale Immobilien, um Strom aus Licht zu gewinnen - Projekt wird von „Planungsgruppe Umbauter Raum realisiert.
In Wedel werden die Kapazitäten, mit denen per Photovoltaik Strom aus Licht erzeugt wird, auf einen Schlag fast verdoppelt. Ein privater Investor hat sich für die nächsten 20 Jahre die Dachflächen städtischer Immobilien gesichert, um auf ihnen Solaranlagen zu erstellen. „Dort werden Anlagen mit einer Leistungs-fähigkeit von rund 450 kwp in Betrieb sein“, erläuterte Armin Liefländer von der „Planungsgruppe Umbauter Raum“, der die Umsetzung des Vorhabens übernimmt. Zur Zeit hat er alle Hände voll zu tun, denn bis Juni muss die Technik montiert sein, weil dann die Einspeisevergütung ein weiteres Mal sinkt.
Architekt Armin Liefländer (links) und Bürgermeister Niels Schmidt freuen sich über den Zuwachs von
Architekt Armin Liefländer (links) und Bürgermeister Niels Schmidt freuen
sich über den Zuwachs an Solaranlagen.

Die Volkshochschule und Musikschule, das Pestalozzi-Förderzentrum, die Altstadt-, die Moorweg-, die Albert-Schweitzer-, die Regionalschule und das Johann-Rist-Gymnasium sowie die Sporthalle an der Rudolf-Breitscheid-Straße - jedes dieser Gebäude wird mit blauen Solarmodulen ausgestattet, in denen das Sonnenlicht in elektrische Energie gewandelt wird. „Das Investitionsvolumen beträgt etwa 1,3 Millionen Euro“, so Liefländer. Ein Großteil davon fließt direkt in die Wedeler Wirtschaft, denn das Unternehmen solarnova wurde mit der Produktion der Solarmodule beauftragt. Aber auch die Stadtkasse wird ein wenig profitieren. Denn der Investor zahlt auch etwa 10000 Euro Miete, um die Kosten abzudecken, die durch die Installation auf den städtischen Dächern entstehen.
Bürgermeister Niels Schmidt wertet dieses Projekt äußerst positiv. „Wir haben im Rahmen der Diskussion um eine Bürgersolaranlage eine Regelung für die Nutzung der Dächer gefunden. Ich freue mich über das Engagement des Investors und die reibungslose Realisierung. Gerade vor dem Hintergrund der dramatischen Ereignisse in den japanischen Atomkraftwerken werden Projekte mit regenerativen Energien zunehmend wichtiger.“
(KT, 31.03.2011)
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Oktober 2010
Wedel.de
Das Dach muss dicht!
[Stadt Wedel] Nur noch wenige Tage - dann soll das Dach auf der Turnhalle der Steinberg-Sporthalle wieder komplett hergerichtet sein, so dass es auch der Winterwitterung trotzen kann.
Neues Dach für die Steinberghalle
Bis dahin haben Bauleiter und Architekt Armin Liefländer (rechts) und die fleißigen Handwerker noch einiges zu tun.
Die Anstrengung lohnt sich: Das sanierte Dach wird zu erheblichen Energieeinsparungen führen - und die Kosten in von rund 600000 Euro werden der Stadt aus dem Konjunkturprogranmm des Bundes erstattet.  
(Foto / Text:  fr)
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April 2008
Evac feiert Richtfest - und Einweihung
[Stadt Wedel] Schon im Laufe der kommenden Woche beginnt der Umzug des Herstellers von Vakuum-Toiletten an die Feldstraße. Obwohl kalter Schmuddelregen fiel, behauptete Niels Schmidt : „Dies ist ein schöner Tag!“ Denn der Bürgermeister hatte dabei nicht das Wetter im Sinn, sondern die Tatsache, dass die Firma Evac Richtfest einer neuen Betriebsstätte an der Feldstraße feierte. Eigentlich hatte es auch eine Einweihungsfeier sein können, denn bereits in der kommenden Woche wird mit dem Umzug aus der Hafenstraße auf das ehemalige Linde-Grundstück begonnen. Schmidt war glücklich, dass es gelungen ist, ein stark wachsendes Unternehmen in der Stadt zu halten – und das trotz knapper Gewerbegrundstücke.
Prost! Mit kräftigen Schlucken wurde auf das Wohl von Bauherrn, Bauwerk, Architekten und Handwerker getrunken.
Denn Evac ist immerhin Marktführer auf dem Gebiet von Vakuumtoiletten- Systemen für Eisenbahnzüge. Das geschäft brummt so stark, dass die rund 7000 Quadratmeter Nutzfläche des vom Architekten Armin Liefländer entworfenen Gebäudes gut gefüllt sind. In Forschung & Entwicklung, Produktion, Service, Lager und Verwaltung sind derzeit 160 Personen beschäftigt. Noch einmal 20 arbeiten in der Niederlassung Shanghai – dicht am Puls der boomenden Märkte Asiens.
Neben Evac ist ein weiteres Gebäude gleicher Bauart kurz vor der Fertigstellung. Im Mai wird die Firma TiTech, die Technologie für Sortiersysteme baut, dort einziehen.
(fr)
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April 2008
Wedel-Schulauer Tageblatt
12. April 2008
Neubau nimmt Gestalt an
Wedel: EVAC GmbH feiert Richtfest – und zieht nächste Woche ein
Auf dem alten Lindegelände erinnert nichts mehr an frühere Zeiten: Gestern feierte die Firma EVAC Richtfest für das futuristisch anmutende Gebäude an der Feldstraße Sie fertigt Vakuum-Toilettensysteme für Eisenbahnen und hält mit Ihren Produkten einen Weltmarktanteil von rund 60%: die EVAC GmbH. Das Unternehmen wächst kontinuierlich – in einer Woche hat es dafür endlich den erforderlichen Raum. Am gestrigen Freitag feierte die Firma, die zum Zodiac-Konzern gehört, an der Feldstraße Richtfest, in wenigen Tage erfolgt der Umzug.
Gleich neben dem Neubau der Fachhochschule ist der von Armin Liefländer futuristisch gestaltete Komplex entstanden, der rund 7.000 Quadratmeter Nutzfläche vorhält. Genügend Raum für Büros, Lagerhallen und Produktion, in denen 160 Mitarbeiter für das Unternehmen tätig sein werden. Allerdings: Das neue Gebäude ist nur gemietet. Ein Investor hatte Grundstückskauf und Bau übernommen.
Im Beisein von Handwerkern, Mitarbeitern und Vertretern der Stadt Wedel wurde der Richtspruch gesprochen, zum Schutz des Gebäudes ein Schnapsglas zerschmettert und im Anschluss gefeiert. EVAC-Geschäftsführer Hans Wörmke zeigte sich von dem neuen Gebäude begeistert und nahm Glückwünsche – unter anderem von Bürgermeister Niels Schmidt – entgegen. Dieser betonte, wie froh die Stadt sei, ein Unternehmen wie EVAC halten zu können, vor allem als Arbeitgeber, aber auch als Steuerzahler.
Laufen die Geschäfte weiterhin so gut, kann die EVAC sogar noch expandieren. Rund 4.000 weitere Quadratmeter stehen zur Bebauunng bereit. Und auch beim Nachbarn, dem ebenfalss im Bau befindlichen neuen Domizil der TiTech GmbH/ Commodas Mining GmbH (früher CommoDaS) tut sich einiges. Das Gebäude, ebenfalls von einem Investor errichtet – soll Ende Mai fertig gestellt sein.
(ung)
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September 2007
Hamburgische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung mbh Hamburg News 09/2007
Wedeler Technologieschmiede CommoDaS expandiert
Die innovativen und intelligenten Sortiermaschinen aus der Wedeler High-Tech-Schmiede CommoDaS gewinnen weltweit wertvolle Edelsteine und recyceln werthaltigen Schrott. Und das mit so großem Erfolg, dass der global Player jetzt mehr als vier Millionen Euro in eine neue Betriebsstätte auf dem ehemaligen Linde-Gelände in Wedel investiert. Mit dem Umzug in den dreigeschossigen Ständerbau an der Feldstraße, der vom Architekten Armin Liefländer entworfen wurde, werden die einst zwei Standorte zusammengeführt und die Produktionskapazitäten signifikant erweitert. CommoDaS, 1988 als Drei-Mann-Ingenieurbüro für Techniksoftware im Automatisierungsbereich von Hareck, Reischmann und Petzold gegründet, entwickelte 1994 die erste Sortiermaschine mit integrierter Bildverarbeitung. 1996 erhielt das Sortiersystem „MikroSort®“ den Schmidt-Römhild-Technologiepreis, 2005 brachte das röntgenbasierte Sortiersystem „MikroSort® X-Tract“, das Materialien anhand ihrer jeweiligen spezifischen atomaren Dichte trennt, den internationalen Durchbruch. Der Erfolg der Maschinen, die vor allem im Bergbau und im Recycling eingesetzt werden, rief Investoren auf den Plan: Mitte 2006 wurde CommoDaS vom börsennotierten norwegischen Unternehmen Tomra Systems ASA übernommen. www.commodas.de
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September 2007
Wedel.de
21. September 2007
Der erste Ganztagesbereich einer Grundschule eröffnet
Ein ganztägige Kinderbetreuung wird für viele Familien in der heutigen Zeit immer wichtiger. In Wedel hat nun die erste Grundschule einen Ganztagesbereich bekommen – und wie die Anmeldungen gezeigt haben, wird dieses Angebot dankbar angenommen.
Am 21. September 2007 übergab der Architekt dem Bürgermeister den Schlüssel für den Erweiterungsbau des Ganztagesbereiches der Albert-Schweitzer-Schule. Damit ist diese Grundschule die erste in Wedel, die ihren Schülern auf rund 1.000 m2 Ganztagesschule bieten kann. Dass der Bedarf dafür gegeben ist, zeigen die zahlreichen Anmeldungen. Die ursprüngliche Planung sah eine Mittagstischversorgung für ca. 70 Kinder vor. Die tatsächlich im Frühjahr eingegangenen Anmeldungen zeigten jedoch, dass es mindestens 120 Kinder pro Tag sind, die dort eine warme Mahlzeit erhalten sollen. Die Grundschüler können aber nicht nur ihr Mittagessen hier einnehmen. Langeweile am Nachmittag wird sicher nicht aufkommen, da für ein breites Angebot gesorgt ist: Die Grundschüler werden unter anderem ihre Hausaufgaben machen
können oder sich in der Bücherei zum Schmökern zurückziehen. In einem anderen Raum kann, auch unter Anleitung, gespielt werden. Wem der Sinn nach Toben steht, der geht in den liebevoll eingerichteten Bewegungsraum, oder, bei trockenem Wetter, in den Außenbereich. Dort, am Waldrand, auf der Binnendüne sind die Spielanlagen im Bau. Das Zentrum der Anlage bildet jedoch der große Speisesaal, der der Schule auch als Aula dienen kann.
Wedel, 21.09.2007/ Wild
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Juli 2007
Pinneberger Zeitung
7. Juli 2007
Wedel: Technologie-Schmiede errichtet neues Gebäude an der Feldstrasse
Vier Millionen Euro für neue Ideen CommoDaS baut Sortieranlagen für Recycling und den Bergbau. Das Unternehmen hat Niederlassungen in USA und Südafrika.
Eines der innovativsten Unternehmen in Wedel hat sich jetzt langfristig für den Standort entschieden. Die Firma CommoDaS expandiert und lässt dafür eine neue Betriebsstätte an der Feldstraße errichten. In den nächsten Monaten wird ein Investor mehr als vier Millionen Euro investieren, um auf dem ehemaligen Linde-Gelände für die Technologie-Schmiede Verwaltungs- und Produktionsgebäude zu errichten.
„Wir können die bisher auf zwei Standorte verteilte Belegschaft zusammenführen und weiter wachsen. Der Mietvertrag für das Gebäude ist auf zwölf Jahre ausgelegt“, sagt Hartmut Harbeck, Geschäftsführer des Unternehmens, das Sortier-Technik konzipiert und baut. CommoDaS siedelt sich neben der Firma Evac an, die an ihren alten Standorten ebenfalls aus allen Fugen platzte. Damit ist die ehemalige Linde-Industrie-Brache wieder komplett in einen florierenden Standort verwandelt.
CommoDaS wurde 1988 als Ingenieurbüro von Harbeck und seinen Kollegen Günter Petzold und Gerd Reischmann gegründet. Die Elektronik-Experten entwickelten Bildverarbeitungssysteme, die blitzschnell und zuverlässig verschiedene Materialien unterscheiden können – und so die Grundlage für Sortieranlagen schufen. In der Recyclingbranche wird die Technik beispielsweise eingesetzt, um Steine, Keramik und andere Fremdkörper in einer Glasscherben-Masse zu identifizieren. Mit den ermittelten Daten werden Druckluftdüsen angesteuert, die die Fremdkörper aus dem Glas herausschießen.
Was als kleines Ingenieurbüro begann, wurde um die Maschinenproduktionsfirma Scan & Sort sowie die Vertriebsgesellschaft SSE ergänzt. Die mittlerweile mit CommoDaS verschmolzenen Firmen beschäftigen derzeit 54 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wachsen in einem hohen Tempo. Von acht Millionen Euro im Jahr 2005 sprang der Umsatz auf 11,5 Millionen Euro in 2006. Fürs kommende Jahr werden 16 Millionen Euro angepeilt. Das schafft Arbeitsplätze. Aktuell werden ein Konstrukteur und ein technischer Redakteur für die Dokumentation gesucht. „Im kommenden Jahr werden wir wohl weitere vier Personen einstellen“, so Harbeck.
Sie alle werden in dem dreigeschossigen Ständer-Bau an der Feldstraße Platz finden, der vom Architekten Armin Liefländer entworfen wurde.
1100 Quadratmeter Bürofläche und Produktionshallen mit insgesamt 1800 Quadratmetern Nutzfläche stehen zur Verfügung. Und falls auch das irgendwann einmal nicht mehr ausreichen sollte, ist auf dem Grundstück Platz genug,
um einen zweiten Baukörper gleicher Größe aufzunehmen.
Über das Potenzial für ein derartiges Wachstum könnte CommoDaS verfügen. Nicht zuletzt war das Unternehmen im vorigen Jahr für den norwegischen Tomra-Konzern interessant genug, ihn in seine Gruppe aufzunehmen. Tomra und die Tochter Titech in Andernach sind mit verwandter Technik auf ähnlichen Gebieten aktiv. Viele Synergien können genutzt werden.
Zum großen Knüller könnte sich eine Sortier-Erfindung der Wedeler entwickeln, die im Bergbau einzusetzen ist. Dabei wird im Identifizierungsmodul der Sortieranlage nicht mit Licht gearbeitet, sondern mit Röntgenstrahlen. „Das hat zur Konsequenz, dass wir Materialien nach ihrer atomaren Dichte sortieren können“, erklärte Harbeck. So können aus Erzen stark metallhaltige Brocken aus taubem Gestein heraussortiert werden – und zwar mit einer Zuverlässigkeit und Erfolgsquote, die alles bisherige in den Schatten stellt.
„Bisher wird das Gestein zermahlen und mit Chemikalien getrennt. Das ist energieaufwendig und umweltbelastend“, so Harbeck. Die CommoDaS-Technik ist ein Quantensprung. „Wir können viel effektiver arbeiten – so, dass es sich wirtschaftlich sogar lohnt, die Halden des bis jetzt als Abraum betrachteten Materials noch einmal durchzuarbeiten.“ Kein Wunder, dass in der Wedeler Technologie-Schmiede die Experten der großen Minen-Konzerne ein und ausgehen, vor kurzem eine Niederlassung in Südafrika eröffnet wurde und in den USA schon bald eine folgen wird.
Noch für den Sommer wird mit der Grundsteinlegung des neuen CommoDaS-Gebäudes gerechnet, im kommenden Frühjahr soll der Umzug erfolgen.
Von Jörg Frenzel
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Mai 2007
Hamburger Abendblatt
30. Mai 2007
Wedel: Richtfest an der Albert-Schweitzer-Grundschule
Ein Trakt für den ganzen Tag
1000 Quadratmeter großer Anbau wird eine Küche und Mensa
sowie einen Bewegungsraum und eine Bühne beherbergen. Damit die lieben Kleinen besser lernen und sich dabei auch noch wohlfühlen können, bekommt die Albert-Schweitzer-Grundschule in Wedel einen neuen Trakt für den Ganztagsbetrieb. Die Steppkes freuen sich schon riesig drauf, nimmt man ihre Freude bei den Vorführungen anlässlich des Richtfestes zum Maßstab.
Mit viel Gesang und lauter Trommelei steuerten die Schulkinder ihre guten Wünsche zu denen des Zimmerermeisters Stefan Sieneke bei, der den Richtspruch für den runden Baukörper hielt.
Er wird rund 1000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche besitzen und unter anderem eine Küche und eine Mensa beherbergen. Hier werden die Kinder nicht nur ihren Bedürfnissen gerecht versorgt, sondern während des Ganztagsbetriebs auch kochen lernen. Ein Bewegungsraum zum Toben ist vorgesehen sowie ruhig gestaltete Bereiche für die Hausaufgaben, sogar eine Bibliothek soll angeschlossen werden. Besonderer Knüller: Eine Bühne zum Vorführen von Theater und Musik rundet die Sache ab. Insgesamt rund 1,1 Millionen Mark kostet das Gebäude nach den Entwürfen des Architekten Armin Liefländer. Das Land schießt rund 90 Prozent dazu. Einige Hürden mussten für das Projekt überwunden werden: Der Bau tangierte eine Binnendüne und ein bisschen vom Wald musste weichen. Aber auch das Forstamt konnte sich dem Bildungsdrang der kleinen Leute nicht verschießen, die ihr Haus nach den Sommerferien komplett in Besitz nehmen wollen. Und schon ist die nächste Sause an der Albert-Schweitzer-Schule in Sicht. Am Freitag, 1. Juni, wird das 50-jährige Bestehen der Schule gefeiert. Um 14 Uhr geht es mit einem Kindergrün-Umzug von der Abc-Straße aus Richtung Pulverstraße. Ab 15 Uhr präsentieren Schüler, Eltern und Lehrer an der Jubiläums-Schule jede Menge Spiel, Spaß und Informationen. Ehemalige sind gern gesehen.
erschienen am 30. Mai 2007 fr.
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Mai 2007
Wedel-Schulauer Tageblatt
26. Mai 2007
Wedel zeigt: „Wir haben verstanden“
Er ist rund, hat 1000 Quadratmeter Nutzfläche, kostet gut 1,1 Millionen Euro und steht als Zeichen für eine neue Ära der Betreuung an der ASS: Gestern wurde unter das Dach des Anbaus für den Ganztagsbereich der Richtkranz gehievt.
Das wird eine runde Sache, und zwar im wahren Wortsinn: Die Rede ist vom Anbau der Albert-Schweitzer-Grundschule (ASS), von dem Vertreter von Stadt und Politik sich gestern im Rahmen eines kleinen, legeren Richtfests einen Live-Eindruck machten. Denn tatsächlich ist der Bau, der bereits nach den Sommerferien mit jungem Leben erfüllt wird, rund.
Damit hat Architekt Armin Liefländer nicht allein den besonderen Anforderungen an einen Ganztagsbereich für die 450 Erst- bis Viertklässler Rechnung getragen. Ab August sollen die Kleinen im zentralen Gemeinschaftsraum "ihres" neuen Hauses kindgerechtes Mittagessen zu sich nehmen. Aber auch zum selbst Kochen sowie für verschiedene Nachmittags-Angebote ist in dem Gebäude auf insgesamt 1000 Quadratmetern Nutzfläche Platz. Zudem ist an einen Bewegungsraum, ein Zimmer für Hausaufgabenhilfe nebst angeschlossener Bibliothek inklusive PC-Ausstattung und sogar an eine Bühne für kleine Aufführungen gedacht.
Die ungewöhnliche Form des Neubaus ist andererseits auch auf die schwierigen Grundstücksverhältnisse zurückzuführen. So musste der Baukörper in eine auf dem ASS-Gelände gefundene Wanderdüne und den darauf gewachsenen kleinen Wald hinein gebaut werden. Ein Unterfangen, dem lange und teils schwierige Gespräche mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Forstamt vorausgegangen waren, wie Regina Flesken vom städtischen Hochbauamt erklärte.
Dafür ist nun aber ein „Prachtbau“ im Werden, so ASS-Rektorin Sibylle Leuner, die sich sichtlich über die Erweiterung freute. Fährt ihre Schule seit dem Frühstart des noch provisorischen Ganztagsbetriebs doch bei mittlerweile 50 Angeboten und 730 Nachmittags-Anmeldungen auf Erfolgskurs.
Bürgermeister Niels Schmidt erklärte in seiner Ansprache: Er könne sich vorstellen, dass der Neubau zu einer Art „Leuchtturm“ wird, der die Schweitzer-Schule krönt. Zudem demonstriere Wedel mit dem Vorhaben: "Wir haben verstanden". Nämlich dass Kinder die Zukunft seien und diese nur dann gedeihen könne, wenn ihnen gute Ausbildungschancen eröffnet würden. Zudem freute sich der Verwaltungschef, dass bei der Ausschreibung der Gewerke mit Rehder auch eine Wedeler Firma den Zuschlag bekommen hat.Eigentlich möglich gemacht hat das Großprojekt die Aufnahme in das Investitionsprogramm „Zukunft, Bildung und Betreuung“ des Landes. Aus diesem Topf wird die Maßnahme – insgesamt 1 037 000 Euro Baukosten plus 100 000 Euro für die Ausstattung – zu 90Prozent gefördert.
von Oliver Gabriel, Wedel-Schulauer Tageblatt